Kupferball (IUB, Intra Uterine Ball)

Der "Kupferball" IUB kam in der Schweiz im Jahr 2016 auf den Markt. Als grosse Innovation angepriesen zeigte sich in der Praxis schon sehr bald, dass die Einlage des Kupferballs für die Patientin nach meinen Erfahrungen mit deutlich mehr Schmerzen verbunden war, als die Einlage einer konventionellen "Spirale" oder einer Kupferkette. 

Inzwischen empfiehlt auch unsere Fachgesellschaft, die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe SGGG von der Einlage des Kupferballs abzusehen, da Bedenken bezüglich der Sicherheit bestehen.

Den Wortlaut der entsprechenden Emfpehlung sehen Sie unten.

In Übereinstimmung mit diesen nationalen Empfehlungen rate ich interessierten Frauen von der Einlage eines IUB ab und empfehle andere, bewährte Systeme.

Gerne berate ich Sie im persönlichen Gespräch über die Vor- und Nachteile sowie über gleichwertige Alternativen.

Stellungnahme der Schweizerischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe gynécologie suisse zum Kupferball:

 

11. März 2019

Information zum Kupferball

 

 

"In den letzten Jahren hat das Angebot an kontrazeptiven Methoden zugenommen. Die SGGG weist darauf hin, dass die wissenschaftliche Evidenz nicht ausreicht, um eine genügend hohe kontrazeptive Sicherheit des Kupferballs (IUB, intrauteriner Ball) zu belegen. Zusätzlich scheinen einige unerwünschte Vorkommnisse (Dislokationen und Expulsionen), die nicht vernachlässigt werden dürfen, gehäuft vorzukommen. Mehr Daten sind nötig, bis der Routineeinsatz des Kupferballs empfohlen werden kann."

Ruth Draths, Gynea /  Bruno Imthurn, Wissenschaftlicher Beirat SGGG

Beispiel aus der eigenen Praxis: (Auswärts eingelegter IUB) liegt im Gebärmutterhalskanal, darüber intakte Frühschwangerschaft normal eingenistet in der Gebärmutterhöhle.

© 2019 Dr.med Kurt-Aurel Stoessel, Zürich